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Wirtschaftskammer – Kammerumlage 1 neu ab 2019

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Bei einem Nettoumsatz über EUR 150.000 wird die Kammerumlage (KU1) fällig. Die Bemessungsgrundlage ist die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer bzw. auf den Unternehmer übergegangene Umsatzsteuer (Reverse Charge), Einfuhrumsatzsteuer und Erwerbsteuer. 

Neu ist, dass ab 2019 die Umsatzsteuer auf Investitionen von der Bemessungsgrundlage der KU1 abgezogen wird. Die Regelung bezieht sich auf das gesamte Anlagevermögen und unterscheidet nicht zwischen neuen und gebrauchten Wirtschaftsgütern und gilt auch für geringwertige Wirtschaftsgüter gemäß § 13 EStG (Einkommensteuergesetz). Umsatzsteuerbeträge für Firmenfahrzeuge (Pkw, Kombi, Krafträder) die aus umsatzsteuerlicher Sicht dem Unternehmen nicht zugeordnet sind, zählen seit jeher nicht zur KU 1-Bemessungsgrundlage und sind nicht von der Novellierung betroffen. 

Weiters wurde ein degressiver Staffeltarif eingeführt und der Hebesatz gesenkt. Bis zu einer Bemessungsgrundlage (BMGl) von EUR 3,0 Mio. beträgt der Hebesatz 0,29 %. Für Teile der BMGl über EUR 3,0 Mio. beträgt der reduzierte Hebesatz 0,2755 %. Ab einer BMGl über EUR 32,5 Mio. beträgt der Hebesatz für den übersteigenden Teil 0,2552 %.